Montag, 16. Dezember 2013

Fakes

Wie Insiger wissen, hat im Dezember 2009 ein neuer User eine aufsehenerregende Geschichte den Machern vom Forum von hinterkaifeck.net erzählt, nämlich die Kommandotheorie. Inzwischen haben sich einige Punkte dieser Theorie tatsächlich verifizieren lassen, andere Punkte hat der Initiator dieser Geschichte selbst nachträglich als Erfunden zugegeben, nachdem man sie falsifiziert hatte und vieles steht noch unbewertet im Raum. Allerdings - als Argument für den Wahrheitsgehalt dieser Theorie wurde und wird häufig angeführt, dass es ja keinen Sinn ergäbe, wenn jemand diese Geschichte komplett erfinden würde, denn es hinge ja viel Recherchearbeit daran und so etwas macht doch niemand nur dafür, um eine Gruppe Menschen in einem Forum hinters Licht zu führen.

Zugegebenermaßen konnte ich mir bisher auch keinen Reim auf die mögliche Motivation eines Märchenerzählers machen, aber wenn man sich mit der folgenden Geschichte beschäftigt, erscheint die Kommandotheorie ja geradezu als Witz in Sachen Manipulation:

Fake Teil 1
Fake Teil 2

Hier ist dann eine Reportages des Magazins Neon über die Person, die den perfekten Mann "erfunden" hat
der Traummann - das Fake

Und es gibt inzwischen auch eine Plattform im Netz für Menschen, die auf ähnliche Weise betrogen wurden, anscheinend sind das keine Einzelfälle
Real Fakes

Erschreckend und irgendwie doch faszinierend, wie ich finde.

Mittwoch, 20. November 2013

Brotsuppe

Immer wieder taucht die Frage auf, was genau wohl eine Brotsuppe damals war. Die Seite hirnsalz.de hat sich dieses Themas intensiv angenommen.
Brotsuppen in Bayern
Die schnelle Brotsuppe für vier Personen:
200 Gramm Brotrinden
100 Gramm Zwiebeln
35 Gramm Butter
1 Liter Rinderbrühe
2 Eier
1 Bund Petersilie
Salz und Paprika
Die Zwiebeln fein hacken. Brotrinde sehr klein schneiden und mit der Zwiebel in heißem Fett anrösten, Brühe auffüllen, mit Salz und Paprika abschmecken und 10 Minuten köcheln lassen. Eier leicht schlagen und unter ständigem Rühren in die Suppe geben. Die Suppe heiß und mit feingehackter Petersilie garniert servieren.
Auf der Seite findet Ihr weitere Rezepte für Brotsuppen aus verschiedenen Regionen. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Montag, 11. November 2013

Montag, 23. September 2013

Klassenfoto

Der User Troadputzer hat am 28.08.2013 auf Allmystery den sensationellen Fund des Klassenfotos aus dem Hieberfilm auf einer anderen Seite vermeldet. Und zwar soll das Foto bereits seit 2003 unverändert auf der Seite http://www.schlawe.de/gemeinden/klein-runow/index.htm zu sehen sein und tatsächlich, dort findet man es mit der Unterschrift "eine Schulklasse 1931". Stalinstadt hat bestätigt, dass diese Datei - und nichts anderes ist ein digitales Foto - absolut identisch ist mit demjenigen, die ihm per Mail als vermeintliches Klassenfoto aus Waidhofen übermittelt wurde und das im Kurt-Hieber-Film über Hinterkaifeck von 2009 eine große Rolle spielte.

Das Foto stammt nach Information der Seite schlawe.de aus dem Besitz eines Mannes, dessen mütterliche Vorfahren eben diese Lehrerfamilie Jenz waren. Wenn man auf dem Link "Erfahren sie mehr über diese Familie!" klickt, sind weitere Fotos dieser Familie zu sehen. Hier ein Familienfoto von Lehrer Friedrich Jenz, der 1855 geboren wurde und 1931 verstorben ist: Nach seiner Pensionierung wohnte der Lehrer Jenz weiterhin im Schulhaus, es gibt ein Foto von 1930. Dort ist auch klar zu sehen, dass Lehrer Jenz bereits graue Haare hatte und wesentlich älter aussah, als auf dem Klassenfoto. Also kann das Klassenfoto nicht von 1931 sein.
Die Familie nach der Pensionierung vor dem Wohnhaus

Ich persönlich finde es schwer, das Alter des Lehrers Jenz auf dem Klassenfoto zu schätzen, aber ich würde sagen, nicht älter als 50 Jahre. Demnach müsste das Foto um 1905 aufgenommen sein.

1921 hat in Runow Lehrer Zielke unterrichtet, da sahen Klassenfotos so aus:
Lehrer Jenz war damals 66 Jahre alt, also vielleicht bereits in Pension?

Den Nachfahren von Friedrich Jenz, der diese Fotos und Informationen zur Verfügung gestellt hat, Wilfried Riepe, oder einen seiner Vorfahren, hat es allerdings nach dem 2. Weltkrieg nicht in der Nähe von Waidhofen verschlagen, sondern nach Neuss Rosellen in Nordrhein-Westfalen.

Es ist wie immer im Fall Hinterkaifeck - jede vermeintliche neue Erkenntnis wirft neue Fragen auf.

Montag, 26. August 2013

Museumsbesuch

Seit dem 21.08. und noch bis zum 23.09. gibt es im Archäologiemuseum Greding eine Sonderausstellung zum Thema "Untenrum". Sie beschäftigt sich mit dem Thema Unterwäsche und weibliche Hygiene um 1900 in der Region herum. Man kann also in der Ausstellung viel darüber erfahren, wie die alten Grubers sich gekleidet haben und auch wie damals darüber gedacht wurde. Im Donaukurer ist ein Artikel darüber erschienen, der auch schon das ein oder andere erklärt.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Heuseil

Das Heuseil, das sich im Stadel von Hinterkaifeck befand, wirft immer wieder Fragen auf, denn manche meinen, es wäre ein Seil, um Heu zusammenzuhalten und andere meinen, es wäre ein Seil aus Heu. Und ausnahmsweise haben nun mal alle Hinterkaifeckologen recht, denn richtig ist beides. Es wurden damals aus Heu und auch aus Stroh Seile mit Hilfe einer Maschine, der sogenannten Strohseilmaschine gefertigt, die dazu genutzt wurden, das einzubringende Korn oder Heu auf dem Wagen zu befestigen oder um die Garben zusammenzubinden. So sieht solch eine Maschine aus:
Diese hier steht im Erlebnisbauernhof Riedenburg. Es gibt sogar einen Heuseil-Guiness-Buch-Rekord: Ein Heu-Seil von 784,90 m Länge wurde hergestellt, vom amtlichen Prüfer festgestellt und als Weltrekord eingereicht. Hier könnt ihr so eine Maschine bei der Arbeit sehen:

Montag, 15. April 2013

Kartoffel-, Gemüse- oder sonstiger Korb auf den Tatortfotos

Follow my blog with Bloglovin Immer wieder können Menschen nichts mit diesem merkwürdigen Drahtgeflecht anfangen, das neben Andreas Grubers Leiche im Stadel auf den Tatortfotos zu sehen ist:





Letztlich ist es eben ein Drahtkorb für Kartoffeln und Gemüse oder auch für Futterrüben, ähnlich diesem hier:
Seht nur mal bei Google, wieviele man davon finden kann: Google-Suche


Mittwoch, 10. April 2013

die Kapelle in Laag

Die Hauskapelle in Laag wird bei Wikipedia sogar als Baudenkmal von Waidhofen aufgeführt. Es gibt auch einen Eintrag bei suite101.de. Es geht das Gerücht, dass die Bilder innerhalb der Kapelle die seien, die einstmals auf Hinterkaifeck in Viktorias Schlafzimmer über dem Bett gehangen haben. Hier mal ein paar Eindrücke dieser Kapelle:





 

Dienstag, 9. April 2013

3. Forengeburtstag

Nun ist es schon drei Jahre her, dass Ulli und ich damals beschlossen, wir gründen ein eigenes Forum mit Chat-Funktion. Ausschlaggebend damals war, dass der Chat auf Hinterkaifeck.net auf unbestimmte Zeit ausgeschaltet war.

Und so gründeten wir Ratsch und Tratsch


 Ehrlicherweise muss ich zugeben, eigentlich ist im Ratsch-und-Tratsch-Forum inzwischen tote Hose, und auch im Chat ist nicht mehr viel los. Das liegt daran, dass Ulli leider inzwischen verstorben ist und dadurch fehlt der ruhende Pol, der zumeist anwesende Ansprechpartner, der gute Zuhörer im Chat. Ihr seht also, der 3. Forengeburtstag ist kein Grund zum Feiern, sondern mehr zum Trauern.

Vielleicht hilft ja dieser Blog-Beitrag, weitere Interessierte in das Forum zu locken und es so vor dem endgültigen Aus zu bewahren. Es geht in dem Forum ja nicht nur ausschließlich um Hinterkaifeck, sondern wir haben uns auch mit anderen Themen beschäftigt, beispielsweise auch mit Theo Berger, König Ludwig II. von Bayern, weitere Kriminalfälle uvm. Ich jedenfalls werde es nicht abschalten, sondern es weiter pflegen, denn zuletzt stirbt bekanntermaßen die Hoffnung.




Sonntag, 31. März 2013

coloriertes Hoffoto

Heute jährt sich der Mord zum 91. Mal.


Der User "Eisheiliger" vom Forum Hinterkaifeckmord  hat das Foto der Schulchronik inzwischen koloriert, so verliert der Hof sein graues und düsteres Aussehen und sieht fast heimelig aus:

Vielen Dank für die Arbeit und für die Erlaubnis zur Veröffentlichung! (Ein Klick aufs Bild bringt dich zu einer größeren Ansicht des Bildes)

Dennoch sollten wir nicht vergessen, wie viel Leid diese Morde über viele Menschen gebracht hat, nicht nur die damaligen Mordopfer sind bedauernswert sondern auch die später dann unschuldig verdächtigt und teilweise sogar in Haft genommenen Menschen.





Donnerstag, 21. März 2013

Renate Syed

ist ein Name, der in Bezug auf Hinterkaifeck im weiteren Verlauf des Frühjahrs Furore machen könnte. Sie kündigt jedenfalls auf ihrer Hompage Renate Syed das Erscheinen eine Kriminalnovelle über Hinterkaifeck an und rechnet in diesem Frühjahr mit deren Erscheinen.Sie schreibt:

In der Nacht vom 31.3. auf den 1.4. des Jahres 1922 geschah auf dem abgelegenen Bauernhof Hinterkaifeck bei Gröbern/Waidhofen in Oberbayern ein sechsfacher Mord. Erschlagen wurden der Bauer Andreas Gruber, seine Frau Cäzilia, deren Tochter Viktoria und ihre beiden Kinder, die siebenjährige Cäzilia und der zweifährige Josef. Auch die an diesem Tag auf den Hof gekommene Magd wurde erschlagen. Zahlreiche Personen wurden festgenommen, aber wieder freigelassen, niemand konnte zur Rechenschaft gezogen werden. Bis heute ist der sechsfache Mord ungesühnt.
Die Autorin hat den Fall genau recherchiert und bietet eine fiktive Darstellung des Falles, die der gängigen These, ein Nachbar sei der Mörder, widerspricht.
Die Autorin hält sich weitestgehend an bekannte Fakten und bietet eine Lesart: sie behauptet nicht, die "Wahrheit" gefunden zu haben. Es kann sich so abgespielt haben, muss es aber nicht.
Die Veröffentlichung dieser seit längerem fertiggestellten Kriminalnovelle hat sich wegen der Arbeit an anderen Projekten verzögert. Sie wird jedoch - voraussichtlich - in diesem Frühjahr erscheinen.

Und so wird wohl das Cover aussehen:

Auf ihrer HP kann man auch ihren Lebenslauf nachlesen. Ich bin auf jeden Fall sehr auf das Werk gespannt, wenn auch das Cover das selbe Foto zeigt wie Werner Gauglers E-Book.

Samstag, 16. März 2013

Bandeisen

Immer wieder entstehen Diskussionen über das im Stadel von HK gefundene Bandeisen. In unserem Stadel, erbaut 1873, fand sich nun auch so ein herumliegendes Bandeisen und damit sich jeder nun etwas darumter vorstellen kann, hier die Fotos davon:


Donnerstag, 17. Januar 2013

Rezension von "Die Wahrheit hinter der Wetterfichte!

Schade, ich glaube, dieser Kauf war der Fehlkauf des Jahres 2013. Zumindest der Fehlkauf in der Zeit vom 1. Januar bis zum 16. Januar. Hier mal meine Rezension:
Vorwort
Das ist direkt bei Amazon einzusehen.

Tatortberichte 1922 / 26
Dieses Kapitel besteht aus den Abschriften
Augenscheinprotokoll
Bericht von Kriminaloberinspektor Reingruber
Bericht des Staatsanwaltes Pielmayer
Hier hat man bereits 36 % des Buches gelesen ohne tatsächlich Neues erfahren zu haben, denn die Abschriften sind seit Jahren im Internet frei verfügbar.
Die Ruhe auf dem Hof
Die Aussage von August Hueber Oberst a. d.
Aussage der Kaffehändler Hans und Eduard Schirovsky
Hier gibt es erstmalig Anmerkungen des Autors zu den Gebrüdern Schirovsky und zwar erwähnt er Details aus den Kriegsstammrollen der Brüder, und dass ein weiterer Bruder Otto Offizier gewesen ist. Die Kreigsstammrollen kann man unter Ancestry einsehen, wenn man sich kostenpflichtig registiert.
Aussage Albert Hofner
Auch hier eine Anmerkung über die Kriegsstammrollen, Albert Hofner hat nämlich am ersten Weltkrieg nicht teilgenommen, weil er zu jung war, sehr wohl aber sein Bruder Franz, der ebenso wie Hans Schirovsky in der Fliegerschule Schleißheim war.
Aussage von Franziska Schäfer, der Schwester der Magd


Das Verbrechen wird entdeckt

Aussage von Jakob Sigl von 1922
Aussage von Jakob Sigl von 1952
Aussage von Lorenz Schlittenbauer 1922
Aussage von Lorenz Schlittenbauer von 1931
Aussge von Michael Pöll von 1922
Aussage von Johann Schlittenbauer von 1951
Aussage von Berhanrd Gruber 1922
Aussage von Josef Schrätzenstaller von 1922
Aussage von Josef Schrätzenstaller von 1951


Anwesende bei der Sektion

Aussage von Heinrich Ney von Januar 1953
Aussage von Heinrich Ney von März 1953



Ehemalige Angestellte des Hofes

Aussage der ehemaligen Magd Kreszens Rieger
Aussage von Johann Freundl 1951
Aussage von Josef Schrittenlecher 1951


Wiederaufnahme des Falls 1951

Nun wird es interessant, denn es wird über die Verdachtsgründe des Staatsanwaltes Popp gegen die Gump-Brüder berichtet, die durch einen Leserbrief durch den Schriftsetzer Rudolf Storz ausgelöst wurde. Zu sehen gibt es zwei Fotos dazu, den Kaplan im Winter mit dem Fahrrad und den Schriftsetzer in einer Wohnküche. Nun werden die militärischen Laufbahnen der Brüder Gump unter die Lupe genommen. Und nun kommt ein Phänomen, denn innerhalb eines Satzes schafft Werner Gaugler es, von Adolf Gump, der im Freicorps Epp war, einen Bogen zu Waffenlagern in und um Ingolstadt zu spannen. Eine Überprüfbarkeit seiner Behauptung, Adolf Gump wäre nachweislich mit Viktoria Gabriel befreundet gewesen, bietet er leider nicht an, so bleibt das für mich eine unbewiesene Behauptung. Bei seiner Betrachtung von Anton Gump und dessen militärischer Laufbahn kommt Werner Gaugler ohne weitere Erklärung über Ernst Röhm und Adolf Hitler wieder auf das Thema Waffenlage im Raum Ingolstadt zu sprechen. Die einzige Verbindung, die sich feststellen lässt, ist der Hinweis darauf, dass Röhm der Vorgesetzte von Anton Gump war, den dann später Staatsanwalt Popp in U-Haft nahm. Es wird dann noch ein Satz des Spiegels vom März 1953 zitiert. Und dann erfolgt noch der Hinweis auf einen Abschlussbericht von Heinz Ulrich, den dieser unabhängig von seinem Zeitungsbericht erstellt haben soll, der angeblich auch darauf hinweisen soll, dass zumindst Adolf Gump etwas mit den Morden zu tun gehabt haben soll. Wäre dieses Buch kein Buch sondern ein Aufsatz in der Schule, müsste man ihm leider das Prädikat "Thema verfehlt" aufdrücken, denn in den gesamten Unterlagen vom Staatsanwalt Dr. Popp war nicht einmal die Rede davon, dass es sich um Waffenlager in und um Ingolstadt gehandelt haben könnte. Aber die Hinweise vom Autor sind auf jeden Fall dazu geeignet, zu erkennen, dass sein persönlicher Favorit offenbar die Kommando-Theorie ist.
Bericht über Hinterkaifeck 1953
Hier kommt nun die Original Abschrift über Hinterkaifeck von Heinz Ulrich. Heinz Ulrich war der Reporter, der die Zeitungsberichte 1952 und 1953 in der Zeitschrift Weltbild verfasst hat. Da steht aber erwartungsgemäß nichts wesentlich anderes drin als dann letztlich in den Zeitungsberichten. Zusammenfassend kommt aber auch dieses Buch zu dem Ergebnis, dass Hinterkaifeck ein Mysterium bleibt und nicht mal das Motiv geklärt werden kann, es könnte Raubmord, Eifersucht, Blutrache oder sogar ein Fememord gewesen sein.
Bildreportage von Gerhard Gronefeld
Zu sehen gibt es einige Bilder aus dem Nachlass Gerhard Gronefelds, die 1952 und 1953 das Umfeld von Anton Gump journalistisch erforschten, da damals eben Anton Gump in das Visir von Staatsanwalt Dr. Popp als möglicher Täter geriet. Es gibt auch einen Hinweis auf einen im Sommer 2013 erscheinenden Bildband aus dem Nachlass Gerahrd Gronefelds.
Quellenangaben

Impressum
Als Quellenangabe für den Bericht von Walter Ulrich gibt Werner Gaugler den Nachlass von Gerahrd Gronefeld an - das ist urheberrechtlich wahrscheinlich nicht ganz einwandfrei, denn Ulrich selber ist ja noch keine 70 Jahre lang tot, aber hier zeigt sich, Rechte, die für einen selber eingefordert werden (es gibt in diesem Buch ein Impressum, das ausdrücklich auf seine Urheberrechte hin und verbietet sogar das Vervielfältigen für Schulen und Bildungseinrichtungen!), muss man ja bei anderen Menschen nicht beachten.


Fazit: Ich bin mir nicht sicher, ob sich Werner Gauglers anderes Buch "Wie man erfolgreich mit Schrott Geld verdient" auf wirklichen Schrott oder auf Schrott im übertragenen Sinne handelt. Fast 10 € für ein Buch, das zu über 80% aus längst bekannten und veröffentlichten Abschriften aus Archiven besteht, und auch sonst keine Neuigkeiten bereit hält, legt jedenfalls den Verdacht nahe, dass hier der Wunsch nach schnellem Geldverdienen im Vordergrund gestanden ist. Ich kann vom Kauf dieses "Buches" nur abraten.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Kindle

Was hat ein Kindle mit Hinterkaifeck zu tun, schließlich war die Zeit der Morde von Hinterkaifeck noch gefühlte Lichtjahre von Computern und ähnlichem entfernt? Ganz einfach - anscheinend ist heutzutage der Besitz eines solchen Gerätes (ich habe keins) ein "Must have" für jeden engagierten Hinterkaifeckologen, denn es gibt ein Buch, das ausschließlich über den Kindle zu lesen ist:
Die Wahrheit hinter der Wetterfichte
ist der Titel des von Werner Gaugler herausgebrachtem Buches mit folgendem Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Tatortberichte 1922 / 26
Die Ruhe auf dem Hof
Das Verbrechen wird entdeckt
Anwesende bei der Sektion
Ehemalige Angestellte des Hofes
Wiederaufnahme des Falls 1951
Bericht über Hinterkaifeck 1953
Bildreportage von Gerhard Gronefeld
Quellenangaben
Impressum

Werner Gaugler, der Autor, ist der Urenkel des von vielen der Taten verdächtigten Lorenz Schlittenbauers. Amazon schreibt über ihn:
Werner Gaugler geboren 1969 in Bayern, ist ganz normaler Mensch, so wie Du und ich. Mit dem Schreiben fing er schon im Jugendalter an, doch den Traum als Autor konnte er sich jetzt erst erfüllen. Am liebsten schreibt er Tatsachenberichte und Ratgeber, die den teilweisen Unsinn im World Wide Web kritisieren.
Bereits letzten Monat hat er sein Erstlingswerk veröffentlicht: Wie man erfolgreich mit Schrott Geld verdient. Vielleicht sind seine Tipps ja so gut, dass man seinem Beruf zum Zwecke des Geldverdienens nicht mehr nachgehen muss und auch Zeit hat, sich seiner wahren Berufung zu widmen, so wie er sich jetzt als Autor verwirklicht? Auf jeden Fall muss ich nun mal jemanden suchen, der jemanden kennt, der ein Kindle hat, damit ich zumindest mal einen Blick in dieses Buch werfen kann. Wirklich schade, dass es nur als e-book und nicht beispielsweise auch als Books on Demand zu erhalten ist.




Nachtrag: Man muss doch keinen Kindle besitzen, um dieses Buch zu lesen, es gibt nämlich auch die Gratis Kindle Lese-Apps von Amazon. Nun kann ich das Buch ja doch lesen und werde das auch tun.

Freitag, 11. Januar 2013

Wissenschaft damals

Das habe ich gerade auf Facebook entdeckt: . Und damals wie heute dachten die Menschen wohl, wie viel sie schon wüssten.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Metallbaukasten

Metallbaukästen waren damals gerade groß im Kommen. Bereits 1888 ließ der Flugpionier Otto Lilienthal den von seinem Bruder Gustav Lilinethal entwickelten Holz-Modellbaukasten patentieren. Gustav Lilienthal war dazu finanziell nicht in der Lage, da er kurz vorher schon wegen seines Steinbaukasten einen Prozess führte und verlor und dadurch in finanzelle Nöte kam. Dieser Holzbaukasten war jedenfalls der Vorläufer der Metallbaukästen. Diese gab es dann in unterschiedlicher Ausführung mit unterschiedlichen Maßen von verschiedenen Herstellern. Mecano war der erste erfolgreiche Hersteller dieser Metallbaukästen, das Patent hierzu ist von 1901. Bestimmt hatten die Kinder von Hinterkaifeck kein solch luxeriöses Spielzeug, aber in besser situierten Familien gab es das damals auch schon. In meinem Besitz befindet sich noch dieser wenig gepflegte Baukasten der Firma TRIX:
Trix fing 1927 mit seinen Metallbaukästen an, also 5 Jahre nach den Morden von Hinterkaifeck. Mein Kasten ist vermutlich aus den 50er Jahren. Aber das Prinzip ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts unverändert. Und weil ich für den Metallbaukasten keine Verwendung habe, biete ich ihn jetzt über Ebay an.